Zum Inhalt springen
  • Inserieren und Suchen für 0 €

Schimmel

Auch: Schimmelbefall, Feuchtigkeit in der Wohnung, Schimmelpilz

Schimmel entsteht, wenn Oberflächen über längere Zeit feucht sind. Ursachen sind meist zu hohe Luftfeuchte, kalte Bauteile oder eindringendes Wasser. Er kann Bausubstanz und Gesundheit schädigen.

Schimmelpilze brauchen vor allem Feuchtigkeit. Nährstoffe finden sie in Tapete, Staub, Holz oder Silikon fast überall. Deshalb ist die Frage nach der Feuchtequelle entscheidend.

Häufige Ursachen

  • Kondensation: Warme, feuchte Raumluft schlägt sich an kalten Flächen nieder, etwa an Außenecken, hinter Schränken oder an Wärmebrücken.
  • Nutzung: Kochen, Duschen und Wäschetrocknen erhöhen die Luftfeuchte, besonders wenn wenig gelüftet wird.
  • Bauliche Mängel: Undichte Dächer, defekte Leitungen, aufsteigende Feuchte im Keller oder Schlagregen.
  • Neubaufeuchte: Frischer Putz und Estrich geben monatelang Wasser ab.

Was hilft

Kleine, oberflächliche Flecken lassen sich mit geeigneten Mitteln entfernen. Größere Flächen oder wiederkehrender Befall gehören in die Hände von Fachleuten. Wichtig ist immer, die Ursache zu beheben. Wer nur überstreicht, sieht den Schimmel bald wieder.

Ein Hygrometer zeigt, wie feucht die Raumluft ist. Bleibt die relative Luftfeuchte in Wohnräumen im Winter dauerhaft hoch, sollte das Lüftungsverhalten angepasst werden. Kurzes Stoß- oder Querlüften ist wirksamer als ein dauerhaft gekipptes Fenster.

Praxistipp: Beim Kauf einer Immobilie lohnt ein genauer Blick in Keller, Schlafzimmer und hinter Möbel. Muffiger Geruch, frisch gestrichene Einzelstellen oder Stockflecken sind Warnsignale.

Verwandte Begriffe

  • Wärmebrücke

    Eine Wärmebrücke ist eine Stelle in der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen abfließt als in der Umgebung – etwa an Balkonplatten, Fensterlaibungen oder Rollladenkästen.

  • Horizontalsperre

    Eine Horizontalsperre ist eine waagerechte Abdichtung im Mauerwerk, die verhindert, dass Bodenfeuchte kapillar in den Wänden nach oben steigt. Fehlt sie, entstehen nasse Kellerwände und Salzausblühungen.

  • Leitungswasserschaden

    Ein Leitungswasserschaden entsteht, wenn Wasser bestimmungswidrig aus Rohren, Armaturen oder angeschlossenen Geräten austritt. Er ist einer der häufigsten Schäden an Wohngebäuden.

  • Dreifachverglasung

    Eine Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben mit zwei gasgefüllten Zwischenräumen und beschichteten Oberflächen. Sie dämmt deutlich besser als eine ältere Zweifachverglasung.

Teilen