Dämmung der obersten Geschossdecke
Auch: Dachbodendämmung, Geschossdeckendämmung
Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist das Dämmen der Decke zwischen dem letzten beheizten Geschoss und einem unbeheizten Dachboden. Sie gilt als günstige und wirksame Sanierungsmaßnahme.
Ist der Dachboden nicht ausgebaut und wird nicht beheizt, muss nicht das ganze Dach gedämmt werden. Es reicht, die Wärme schon an der Decke darunter zurückzuhalten. Die Fläche ist kleiner als die Dachfläche, und die Arbeiten sind oft in Eigenleistung oder an einem Tag durch einen Betrieb erledigt.
Ausführungsvarianten
- Begehbar: Dämmplatten mit druckfester Deckschicht oder Dämmung mit verlegten Spanplatten, wenn der Boden als Abstellfläche dient.
- Nicht begehbar: Dämmmatten oder Dämmrollen, die einfach ausgelegt werden.
- Holzbalkendecke: Hohlräume zwischen den Balken lassen sich per Einblasdämmung füllen.
Gesetzliche Pflicht
Das Gebäudeenergiegesetz verpflichtet Eigentümer, eine bisher ungedämmte oberste Geschossdecke zu dämmen, wenn sie den Mindestwärmeschutz nicht erfüllt. Alternativ kann das darüberliegende Dach gedämmt werden. Für Ein- und Zweifamilienhäuser, die der Eigentümer schon länger selbst bewohnt, gibt es Ausnahmen. Nach einem Eigentümerwechsel greift die Pflicht in der Regel innerhalb einer Frist für den neuen Eigentümer. Details finden Sie unter Gebäudemodernisierungsgesetz.
Praxistipp: Achten Sie auf eine luftdichte Ebene unter der Dämmung, vor allem an der Bodenluke. Eine ungedämmte, undichte Luke kann die Wirkung spürbar mindern.
Verwandte Begriffe
Bei der Einblasdämmung wird loser Dämmstoff wie Zellulose, Holzfaser oder Mineralwollflocken über kleine Öffnungen maschinell in Hohlräume von Wänden, Decken oder Dächern geblasen.
Eine Dachsanierung umfasst die Erneuerung von Dacheindeckung, Unterspannbahn, Lattung und meist auch der Dämmung. Sie wird nötig, wenn das Dach undicht, beschädigt oder energetisch veraltet ist.
Eine Dampfbremse ist eine Folie oder Platte auf der warmen Seite eines gedämmten Bauteils. Sie begrenzt, wie viel Wasserdampf aus der Raumluft in die Dämmung gelangt, und sorgt meist zugleich für Luftdichtheit.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist seit Juli 2026 der Nachfolger des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und regelt energetische Anforderungen an Gebäude und Heizungen.