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Dachsanierung

Auch: Dacherneuerung, Neueindeckung

Eine Dachsanierung umfasst die Erneuerung von Dacheindeckung, Unterspannbahn, Lattung und meist auch der Dämmung. Sie wird nötig, wenn das Dach undicht, beschädigt oder energetisch veraltet ist.

Ziegel und Dachsteine halten viele Jahrzehnte. Schwachstellen sind häufig Unterspannbahn, Lattung, Anschlüsse an Schornstein und Gauben sowie Dachrinnen. Bei einer Dachsanierung wird geprüft, welche Schichten noch brauchbar sind.

Typischer Ablauf

  1. Bestandsaufnahme durch Dachdecker und gegebenenfalls Energieberater
  2. Gerüst stellen und alte Eindeckung abnehmen
  3. Holzschäden am Dachstuhl prüfen, eventuell einen Statiker einbeziehen
  4. Dämmung, Luftdichtung und Unterdeckung einbauen
  5. Neue Lattung, Eindeckung, Anschlüsse und Entwässerung

Dämmung gleich mitplanen

Wird die Eindeckung ohnehin erneuert, ist der Moment ideal, um eine Aufsparrendämmung zu ergänzen. Das Gebäudeenergiegesetz stellt bei der Erneuerung größerer Teile eines Daches Mindestanforderungen an den Wärmeschutz. Ein Austausch nur einzelner Ziegel löst diese Pflicht nicht aus.

Bei älteren Dächern lohnt ein Blick auf Altlasten. Wellplatten oder Dachschindeln aus den 1960er- bis 1980er-Jahren können Asbest enthalten und dürfen nur von Fachbetrieben entfernt werden.

Praxistipp: Holen Sie mehrere Angebote ein und lassen Sie sich die Leistungen getrennt nach Gerüst, Abriss, Dämmung und Eindeckung ausweisen. So können Sie Angebote vergleichen und Förderung gezielt beantragen. Mehr dazu unter Dämmung und Fenster.

Verwandte Begriffe

  • Aufsparrendämmung

    Bei der Aufsparrendämmung wird eine durchgehende Dämmschicht von außen auf die Dachsparren gelegt. Darüber folgen Lattung und Dacheindeckung. Wärmebrücken über die Sparren werden so vermieden.

  • Zwischensparrendämmung

    Die Zwischensparrendämmung füllt die Räume zwischen den Dachsparren mit Dämmstoff, meist von innen. Sie ist die häufigste Dachdämmung bei ausgebauten Dachgeschossen.

  • Asbest

    Asbest ist ein faserförmiges Mineral, das bis zum Verbot 1993 in Deutschland vielfach in Baustoffen verwendet wurde. Eingeatmete Fasern können schwere Lungenerkrankungen und Krebs verursachen.

  • Satteldach

    Das Satteldach ist die klassische Dachform in Deutschland: Zwei geneigte Dachflächen treffen sich oben am First, an den Schmalseiten entstehen dreieckige Giebelwände.

  • Flachdach

    Ein Flachdach ist ein Dach mit sehr geringer Neigung, meist nur wenige Grad. Es wird nicht mit Ziegeln, sondern mit Bahnen aus Bitumen, Kunststoff oder Kautschuk abgedichtet.

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