Flachdach
Auch: Flachdächer, Gründach
Ein Flachdach ist ein Dach mit sehr geringer Neigung, meist nur wenige Grad. Es wird nicht mit Ziegeln, sondern mit Bahnen aus Bitumen, Kunststoff oder Kautschuk abgedichtet.
Ganz waagerecht ist ein Flachdach nie. Ein leichtes Gefälle sorgt dafür, dass Regenwasser zu den Abläufen fließt. Flachdächer finden sich bei Bungalows, modernen Würfelhäusern, Garagen, Anbauten und vielen Mehrfamilienhäusern.
Aufbauarten
- Warmdach: Dämmung und Abdichtung liegen direkt auf der Decke. Heute die Regel.
- Kaltdach: Zwischen Dämmung und Abdichtung liegt eine belüftete Luftschicht. Häufig bei älteren Gebäuden.
- Umkehrdach: Die Dämmung liegt über der Abdichtung und schützt sie vor Witterung.
Vorteile
Flachdächer schaffen volle Raumhöhe im obersten Geschoss. Sie lassen sich begrünen oder als Dachterrasse nutzen und eignen sich gut für Photovoltaik mit Aufständerung. Ein Gründach hält Regenwasser zurück und verbessert das Kleinklima.
Schwachstellen
Die kritischen Stellen sind Anschlüsse an Wände, Lichtkuppeln, Abläufe und Durchdringungen. Wird hier unsauber gearbeitet oder nicht gewartet, dringt Wasser ein, oft unbemerkt bis zum sichtbaren Schaden. Verstopfte Abläufe führen zu stehendem Wasser.
Praxistipp: Lassen Sie ein Flachdach regelmäßig kontrollieren und die Abläufe reinigen, besonders nach dem Laubfall im Herbst. Beim Kauf eines Hauses mit älterem Flachdach lohnt es sich, nach dem Alter der Abdichtung zu fragen. Mehr zur Nutzung für Solarstrom finden Sie unter Photovoltaik.
Verwandte Begriffe
Das Satteldach ist die klassische Dachform in Deutschland: Zwei geneigte Dachflächen treffen sich oben am First, an den Schmalseiten entstehen dreieckige Giebelwände.
Ein Walmdach hat auf allen vier Seiten geneigte Dachflächen. Statt senkrechter Giebelwände gibt es an den Schmalseiten schräge Flächen, die sogenannten Walme.
Eine Dachsanierung umfasst die Erneuerung von Dacheindeckung, Unterspannbahn, Lattung und meist auch der Dämmung. Sie wird nötig, wenn das Dach undicht, beschädigt oder energetisch veraltet ist.
Ein Leitungswasserschaden entsteht, wenn Wasser bestimmungswidrig aus Rohren, Armaturen oder angeschlossenen Geräten austritt. Er ist einer der häufigsten Schäden an Wohngebäuden.