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Heizlast

Auch: Heizlastberechnung, Normheizlast

Die Heizlast ist die Wärmeleistung, die eine Heizung an einem besonders kalten Tag erbringen muss, um alle Räume auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Sie wird in Kilowatt angegeben.

Die Heizlast ist die wichtigste Größe für die richtige Dimensionierung einer Heizung. Sie wird nach einer anerkannten Norm berechnet, raumweise oder für das ganze Gebäude. Einbezogen werden Wärmeverluste über Wände, Fenster, Dach und Boden sowie über Lüftung.

Heizlast und Wärmebedarf

  • Heizlast: die benötigte Spitzenleistung in kW, entscheidend für die Größe der Heizung
  • Wärmebedarf: die benötigte Energiemenge über ein Jahr in kWh, entscheidend für die Kosten

Warum eine Berechnung wichtig ist

Viele alte Heizkessel sind deutlich überdimensioniert. Bei einer Wärmepumpe wirkt sich das stärker aus: Eine zu große Anlage taktet häufig, eine zu kleine erreicht an kalten Tagen nicht die gewünschte Temperatur. Die raumweise Berechnung zeigt außerdem, ob einzelne Heizkörper zu klein sind.

Beispiel

Ein Einfamilienhaus mit 140 m² aus den 1970er-Jahren hat nach Berechnung eine Heizlast von 10 kW. Der alte Gaskessel hatte 24 kW. Eine Wärmepumpe mit rund 10 kW genügt also, nach einer Dachdämmung womöglich weniger.

Faustwerte reichen nicht

Pauschale Werte pro Quadratmeter liefern nur eine grobe Orientierung. Für die Planung einer neuen Heizung sollten Sie auf eine echte Berechnung bestehen.

Praxistipp: Die raumweise Heizlastberechnung ist auch Grundlage für den hydraulischen Abgleich. Lassen Sie beides zusammen erledigen.

Verwandte Begriffe

  • Hydraulischer Abgleich

    Der hydraulische Abgleich stellt eine Heizungsanlage so ein, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge erhält, die er für die gewünschte Raumtemperatur benötigt. Das spart Energie und sorgt für gleichmäßige Wärme.

  • Wärmepumpe

    Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die mit Strom Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser auf ein höheres Temperaturniveau hebt und damit Gebäude beheizt und Warmwasser bereitet.

  • Vorlauftemperatur

    Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das von der Heizung zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung fließt. Je niedriger sie sein kann, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen.

  • U-Wert

    Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Grad Temperaturunterschied zwischen innen und außen verloren geht. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmung.

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