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Wärmepumpe

Auch: Wärmepumpenheizung

Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die mit Strom Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser auf ein höheres Temperaturniveau hebt und damit Gebäude beheizt und Warmwasser bereitet.

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank in umgekehrter Richtung. Ein Kältemittel nimmt Umweltwärme auf, verdampft, wird von einem Verdichter komprimiert und gibt die Wärme an das Heizsystem ab. Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen so mehrere Kilowattstunden Wärme.

Bauarten

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: nutzt die Außenluft, am häufigsten und günstigsten in der Anschaffung
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe: nutzt Erdwärme über Sonden oder Kollektoren
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: nutzt Grundwasser, genehmigungspflichtig

Eignet sich mein Haus?

Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeitet die Anlage. Auch viele unsanierte Bestandsgebäude lassen sich mit Wärmepumpe beheizen, oft nach dem Tausch einzelner Heizkörper. Eine raumweise Heizlastberechnung klärt das zuverlässig.

Förderung

Die KfW-Heizungsförderung 458 bezuschusst Wärmepumpen mit 30 Prozent Grundförderung, für Selbstnutzer mit Boni mit bis zu 70 Prozent.

Praxistipp: Achten Sie auf die zu erwartende Jahresarbeitszahl. Sie entscheidet über die Stromkosten. Viele Versorger bieten günstigere Wärmepumpentarife an. Ihren Zuschuss berechnen Sie mit dem Heizungsförderungsrechner.

Verwandte Begriffe

  • Jahresarbeitszahl

    Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe im Jahresdurchschnitt aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Sie ist das wichtigste Maß für ihre Effizienz.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe

    Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und überträgt sie auf das Heizungswasser. Sie ist die verbreitetste und meist günstigste Bauart der Wärmepumpe.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe

    Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme: Eine frostsichere Flüssigkeit, die Sole, nimmt über Erdsonden oder Flächenkollektoren Wärme aus dem Boden auf und gibt sie an die Wärmepumpe ab.

  • Vorlauftemperatur

    Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das von der Heizung zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung fließt. Je niedriger sie sein kann, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen.

  • KfW 458 Heizungsförderung

    KfW 458 ist der Zuschuss der KfW für klimafreundliche Heizungen in bestehenden Wohngebäuden: 30 Prozent Grundförderung, mit Boni für Selbstnutzer bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten.

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