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Hessengeld

Das Hessengeld ist ein Zuschuss des Landes Hessen für Ersterwerber selbst genutzter Wohnimmobilien. Es gleicht die gezahlte Grunderwerbsteuer ganz oder teilweise aus.

Hessen erhebt 6 Prozent Grunderwerbsteuer. Um Familien und Erstkäufern den Weg ins Eigentum zu erleichtern, hat das Land das Hessengeld eingeführt. Es gilt für Kaufverträge ab dem 1. März 2024.

Höhe der Förderung

  • 10.000 Euro je Erwerber
  • zusätzlich 5.000 Euro je Kind unter 18 Jahren im Haushalt
  • höchstens bis zur Höhe der tatsächlich gezahlten Grunderwerbsteuer

Das Geld wird nicht auf einmal ausgezahlt, sondern in gleichen Jahresraten über zehn Jahre.

Voraussetzungen

  • Kauf einer Wohnimmobilie oder eines Baugrundstücks in Hessen
  • erstmaliger Erwerb von Wohneigentum durch die geförderte Person
  • Selbstnutzung der Immobilie als Hauptwohnsitz
  • Antrag nach dem Eigentumsübergang bei der zuständigen Förderbank des Landes

Eine Einkommensgrenze gibt es nach den bisherigen Regeln nicht.

Beispiel

Ein Paar mit zwei Kindern kauft ein Haus für 450.000 Euro. Die Grunderwerbsteuer beträgt 27.000 Euro. Das Hessengeld summiert sich auf 30.000 Euro, ist aber auf 27.000 Euro begrenzt. Ausgezahlt werden zehn Jahre lang je 2.700 Euro.

Praxistipp

Prüfen Sie vor dem Antrag die aktuellen Förderrichtlinien, da sich Details ändern können. Für die Finanzierung zählt das Hessengeld nicht als Eigenkapital zum Kaufzeitpunkt. Die Kaufnebenkosten müssen Sie also zunächst selbst aufbringen.

Verwandte Begriffe

  • Grunderwerbsteuer

    Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie an. Den Steuersatz legt jedes Bundesland selbst fest, er liegt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

  • Kaufnebenkosten

    Kaufnebenkosten sind die Kosten, die beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Maklerprovision.

  • KfW-Kredit

    Ein KfW-Kredit ist ein zinsgünstiges Förderdarlehen der staatlichen Förderbank KfW für Kauf, Neubau oder energetische Sanierung. Beantragt wird er über die Hausbank.

  • Eigenkapital

    Eigenkapital sind die eigenen Mittel, die Sie in eine Immobilienfinanzierung einbringen, etwa Erspartes, Wertpapiere oder ein schuldenfreies Grundstück. Es senkt Kreditbedarf und Zinsen.

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