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Hydraulischer Abgleich

Der hydraulische Abgleich stellt eine Heizungsanlage so ein, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge erhält, die er für die gewünschte Raumtemperatur benötigt. Das spart Energie und sorgt für gleichmäßige Wärme.

In vielen Häusern fließt das Heizungswasser den Weg des geringsten Widerstands: Heizkörper nahe der Heizung werden zu heiß, entfernte bleiben lauwarm. Oft wird dann die Pumpenleistung oder Vorlauftemperatur erhöht, was unnötig Energie kostet.

Wie er funktioniert

  1. Ein Fachbetrieb ermittelt den Wärmebedarf jedes Raumes, idealerweise über eine raumweise Heizlastberechnung.
  2. Er berechnet für jeden Heizkörper den nötigen Wasserdurchfluss.
  3. Voreinstellbare Thermostatventile werden passend eingestellt, gegebenenfalls ausgetauscht.
  4. Pumpe und Vorlauftemperatur werden angepasst.

Typische Anzeichen für Bedarf

  • Heizkörper werden ungleichmäßig warm
  • Strömungsgeräusche oder Pfeifen an Ventilen
  • einzelne Räume werden nie richtig warm

Bedeutung für Wärmepumpen

Für eine effiziente Wärmepumpe ist der Abgleich besonders wichtig, weil sie mit niedrigen Temperaturen arbeitet. Er ist in der Regel Teil der Installation einer geförderten Heizung.

Förderung

Als Heizungsoptimierung kann der Abgleich über die BAFA-Einzelmaßnahmen mit 15 Prozent bezuschusst werden.

Praxistipp: Lassen Sie sich das Ergebnis dokumentieren. Bei einem späteren Heizungstausch spart das Zeit und Kosten.

Verwandte Begriffe

  • Heizlast

    Die Heizlast ist die Wärmeleistung, die eine Heizung an einem besonders kalten Tag erbringen muss, um alle Räume auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Sie wird in Kilowatt angegeben.

  • Vorlauftemperatur

    Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das von der Heizung zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung fließt. Je niedriger sie sein kann, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen.

  • BAFA-Einzelmaßnahmen

    BAFA-Einzelmaßnahmen sind Zuschüsse aus der BEG für einzelne Sanierungsschritte wie Dämmung, Fenstertausch, Lüftung oder Heizungsoptimierung. Der Fördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten.

  • Wärmepumpe

    Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die mit Strom Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser auf ein höheres Temperaturniveau hebt und damit Gebäude beheizt und Warmwasser bereitet.

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