Kaufnebenkosten
Auch: Erwerbsnebenkosten, Nebenkosten beim Immobilienkauf
Kaufnebenkosten sind die Kosten, die beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis anfallen: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Maklerprovision.
Die Nebenkosten werden oft unterschätzt. Je nach Bundesland und ob ein Makler beteiligt ist, betragen sie etwa 5 bis über 12 Prozent des Kaufpreises. Banken finanzieren sie nur ungern mit. Deshalb sollten Sie diese Kosten möglichst aus Eigenkapital bezahlen.
Die Bestandteile
- Grunderwerbsteuer: je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 Prozent
- Notarkosten: rund 1,5 Prozent
- Grundbuchkosten: rund 0,5 Prozent
- Maklerprovision: bei Wohnungen und Einfamilienhäusern meist hälftig geteilt
Rechenbeispiel
Kaufpreis 400.000 Euro in einem Bundesland mit 5 Prozent Grunderwerbsteuer, mit Makler:
- Grunderwerbsteuer: 20.000 Euro
- Notar: etwa 6.000 Euro
- Grundbuch: etwa 2.000 Euro
- Käuferanteil Makler bei 3,57 Prozent: 14.280 Euro
- Summe: rund 42.300 Euro
So können Sie sparen
Wird mitverkauftes Inventar wie eine Einbauküche separat und angemessen im Kaufvertrag ausgewiesen, fällt darauf keine Grunderwerbsteuer an. Ein Kauf ohne Makler spart die Provision.
Praxistipp
Rechnen Sie die Nebenkosten für Ihr Bundesland mit dem Kaufnebenkostenrechner aus. Hintergründe und Spartipps lesen Sie im Ratgeber Kaufnebenkosten berechnen.
Verwandte Begriffe
Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie an. Den Steuersatz legt jedes Bundesland selbst fest, er liegt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.
Notarkosten fallen für die Beurkundung des Kaufvertrags und weitere Notartätigkeiten beim Immobilienkauf an. Sie liegen meist bei rund 1,5 Prozent des Kaufpreises.
Grundbuchkosten sind Gebühren des Grundbuchamts für Eintragungen wie Eigentumswechsel, Auflassungsvormerkung und Grundschuld. Sie betragen meist rund 0,5 Prozent des Kaufpreises.
Eigenkapital sind die eigenen Mittel, die Sie in eine Immobilienfinanzierung einbringen, etwa Erspartes, Wertpapiere oder ein schuldenfreies Grundstück. Es senkt Kreditbedarf und Zinsen.
Die Maklerprovision, auch Courtage genannt, ist das Honorar des Maklers für eine erfolgreiche Vermittlung. Sie wird meist als Prozentsatz vom Kaufpreis berechnet.