Reihenhaus
Auch: Reihenmittelhaus, Reihenendhaus
Ein Reihenhaus ist ein Einfamilienhaus, das mit mindestens zwei weiteren gleichartigen Häusern in einer Reihe verbunden ist. Man unterscheidet Reihenmittel- und Reihenendhaus.
Reihenhäuser entstehen meist als zusammenhängendes Bauprojekt. Die Häuser teilen sich Seitenwände mit den Nachbarn. Jedes Haus steht in der Regel auf einem eigenen Grundstück, das im Grundbuch einzeln eingetragen ist. Es gibt aber auch Reihenhäuser, die als Wohnungseigentum aufgeteilt sind.
Varianten
- Reihenmittelhaus: Nachbarn auf beiden Seiten, meist günstiger, mit schmalem Grundstück
- Reihenendhaus: am Ende der Reihe, mit drei freien Seiten, mehr Licht und oft größerem Garten
- Kopfhaus: Endhaus, das baulich etwas hervorgehoben ist
Vor- und Nachteile
Reihenhäuser sind oft deutlich günstiger als freistehende Häuser. Durch die gemeinsamen Wände verliert das Haus weniger Wärme, was die Heizkosten senkt. Dafür ist der Garten meist klein, und Lärm vom Nachbarn kann stören. Bauliche Veränderungen an Fassade oder Dach sollten mit den Nachbarn abgestimmt werden, damit das Gesamtbild erhalten bleibt.
Praxistipp: Prüfen Sie, ob Reihenhaus und Grundstück als Realeigentum oder als Wohnungseigentum mit Gemeinschaftsordnung eingetragen sind. Das hat Folgen für Kosten, Mitspracherechte und spätere Sanierungen. Achten Sie auch auf Wege- und Leitungsrechte in Abteilung II des Grundbuchs.
Verwandte Begriffe
Eine Doppelhaushälfte ist eine von zwei Haushälften, die an einer gemeinsamen Wand aneinandergebaut sind. Jede Hälfte bildet ein eigenes Einfamilienhaus.
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register beim Amtsgericht. Es zeigt, wem ein Grundstück gehört und welche Rechte und Belastungen darauf eingetragen sind.
Eine Eigentumswohnung ist eine Wohnung, die einer Person gehört, verbunden mit einem Miteigentumsanteil am Grundstück und den gemeinschaftlichen Teilen des Gebäudes.