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Sole-Wasser-Wärmepumpe

Auch: Erdwärmepumpe, Erdwärme, Geothermie-Wärmepumpe

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme: Eine frostsichere Flüssigkeit, die Sole, nimmt über Erdsonden oder Flächenkollektoren Wärme aus dem Boden auf und gibt sie an die Wärmepumpe ab.

Schon wenige Meter unter der Oberfläche ist das Erdreich ganzjährig relativ gleichmäßig temperiert. Diese stabile Wärmequelle macht Sole-Wasser-Wärmepumpen besonders effizient, gerade im Winter.

Erschließung

  • Erdsonden: senkrechte Bohrungen, oft mehrere Dutzend Meter tief. Sie brauchen wenig Fläche, aber eine wasserrechtliche Genehmigung.
  • Flächenkollektoren: Rohrschlangen werden horizontal unterhalb der Frostgrenze verlegt. Sie benötigen eine große, unbebaute Gartenfläche.
  • Sonderformen wie Erdwärmekörbe oder Grabenkollektoren für mittlere Grundstücke.

Vor- und Nachteile

  • höhere Jahresarbeitszahl als Luft-Wärmepumpen, damit niedrigere Stromkosten
  • kein Außengerät, daher praktisch geräuschlos
  • deutlich höhere Investition durch Bohrung oder Erdarbeiten
  • Genehmigung und geologische Prüfung erforderlich

Beispiel

Erreicht eine Sole-Wasser-Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 4,5 statt 3,5, sinkt der Strombedarf bei 18.000 kWh Wärme von rund 5.140 auf 4.000 kWh im Jahr.

Praxistipp: Ob sich die Mehrkosten rechnen, hängt von Grundstück, Bodenbeschaffenheit und Laufzeit ab. Fragen Sie bei der zuständigen Behörde früh nach, ob Bohrungen an Ihrem Standort zulässig sind. Gefördert wird die Anlage über die KfW-Heizungsförderung.

Verwandte Begriffe

  • Wärmepumpe

    Eine Wärmepumpe ist eine Heizung, die mit Strom Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser auf ein höheres Temperaturniveau hebt und damit Gebäude beheizt und Warmwasser bereitet.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe

    Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und überträgt sie auf das Heizungswasser. Sie ist die verbreitetste und meist günstigste Bauart der Wärmepumpe.

  • Jahresarbeitszahl

    Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe im Jahresdurchschnitt aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Sie ist das wichtigste Maß für ihre Effizienz.

  • KfW 458 Heizungsförderung

    KfW 458 ist der Zuschuss der KfW für klimafreundliche Heizungen in bestehenden Wohngebäuden: 30 Prozent Grundförderung, mit Boni für Selbstnutzer bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten.

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