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Uw-Wert

Auch: U-Wert Fenster, Wärmedurchgangskoeffizient Fenster

Der Uw-Wert gibt an, wie viel Wärme ein komplettes Fenster aus Rahmen, Glas und Randverbund verliert, gemessen in W/(m²K). Je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Fenster.

Das „w“ steht für „window“. Der Uw-Wert fasst drei Teilwerte zusammen:

  • Ug: Wärmedurchgang der Verglasung („glazing“)
  • Uf: Wärmedurchgang des Rahmens („frame“)
  • Psi-Wert: Wärmebrücke am Glasrand, also am Abstandhalter

Ein Fenster mit sehr gutem Glas, aber schlechtem Rahmen erreicht deshalb keinen guten Uw-Wert. Beim Vergleich von Angeboten sollten Sie immer auf diesen Gesamtwert achten und nicht nur auf den Ug-Wert der Scheibe.

Einordnung

Alte Einfachverglasungen und frühe Isolierglasfenster liegen weit über heutigen Werten. Moderne Fenster mit Dreifachverglasung erreichen deutlich niedrigere Werte. Das Gebäudeenergiegesetz legt beim Austausch von Fenstern im Bestand einen Höchstwert fest. Für Förderprogramme gelten in der Regel strengere Anforderungen.

Rechenbeispiel

Ein Fenster mit 2 m² Fläche und einem Uw-Wert von 1,0 verliert bei 20 Grad Temperaturunterschied rund 40 Watt (2 m² × 1,0 × 20 K). Ein altes Fenster mit Uw 3,0 verliert unter gleichen Bedingungen etwa 120 Watt, also das Dreifache.

Praxistipp: Lassen Sie sich den Uw-Wert für die tatsächliche Fenstergröße angeben. Die Werte in Prospekten beziehen sich oft auf ein Normfenster und können abweichen. Was gefördert wird, erfahren Sie unter Dämmung und Fenster.

Verwandte Begriffe

  • Dreifachverglasung

    Eine Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben mit zwei gasgefüllten Zwischenräumen und beschichteten Oberflächen. Sie dämmt deutlich besser als eine ältere Zweifachverglasung.

  • U-Wert

    Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Grad Temperaturunterschied zwischen innen und außen verloren geht. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmung.

  • Wärmebrücke

    Eine Wärmebrücke ist eine Stelle in der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen abfließt als in der Umgebung – etwa an Balkonplatten, Fensterlaibungen oder Rollladenkästen.

  • Gebäudemodernisierungsgesetz

    Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist seit Juli 2026 der Nachfolger des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und regelt energetische Anforderungen an Gebäude und Heizungen.

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