Immobilienpreise in Nordrhein-Westfalen: Städte und Regionen im Vergleich
Immobilienpreise in NRW: Wohnungen, Häuser und Bauland in Städten und Regionen, Preisentwicklung seit 2006 und Umsätze aus dem Grundstücksmarktbericht 2026.

Stand: Oktober 2026, Berichtsjahr 2025. Eigentumswohnungen in Nordrhein-Westfalen sind 2025 im Schnitt um 7 % teurer geworden, Ein- und Zweifamilienhäuser um 3 %. Das zeigt der Grundstücksmarktbericht NRW 2026 des Oberen Gutachterausschusses, der die Verkäufe aller örtlichen Gutachterausschüsse zusammenfasst. Nach dem Einbruch von 2023 hat sich der Markt damit erholt. Insgesamt wechselten 124.201 Objekte für 46,01 Mrd. € den Besitzer, 10 % mehr Verkäufe und 13 % mehr Umsatz als im Vorjahr.
Die Unterschiede im Land sind groß: Eine gebrauchte Wohnung aus den Jahren 1975 bis 1994 kostete in Düsseldorf im Schnitt 3.751 € pro Quadratmeter, in Herne 1.770 €.
Der Markt 2025 in Zahlen
| Teilmarkt | Kauffälle | Veränderung | Umsatz | Veränderung | Preise |
|---|---|---|---|---|---|
| Alle Teilmärkte | 124.201 | +10 % | 46,01 Mrd. € | +13 % | |
| Eigentumswohnungen | 48.869 | +11 % | 11,34 Mrd. € | +19 % | +7 % |
| Ein- und Zweifamilienhäuser | 45.146 | +8 % | 17,02 Mrd. € | +13 % | +3 % |
| Bauland für Eigenheime | 6.245 | 1,31 Mrd. € | +2 % | ||
| Bauland für Geschosswohnungsbau | 541 | 0,43 Mrd. € | +5 % |
Die Preisangaben sind durchschnittliche Veränderungen gegenüber 2024. Mit rund 100.000 Kauffällen hatte 2023 den niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre markiert; seither zieht die Zahl wieder an.
Wohnungspreise in den Städten
Gebrauchte Wohnungen, Baujahr 1975–1994: Kaufpreis pro m² 2025
- Düsseldorf3.751 €(956)
- Köln3.360 €(63)
- Bonn3.110 €(37)
- Leverkusen2.800 €(35)
- Essen2.420 €(207)
- Mülheim an der Ruhr2.410 €(12)
- Bielefeld2.220 €(61)
- Solingen2.200 €(41)
- Duisburg2.170 €(54)
- Wuppertal2.160 €(24)
- Bottrop2.140 €(31)
- Mönchengladbach2.120 €(135)
- Krefeld2.055 €(37)
- Bochum2.010 €(121)
- Remscheid1.920 €(8)
- Oberhausen1.900 €(37)
- Hamm1.850 €(20)
- Hagen1.800 €(59)
- Gelsenkirchen1.780 €(45)
- Herne1.770 €(26)
Quelle: Grundstücksmarktdaten NRW (BORIS-NRW, dl-de/zero-2-0), Berichtsjahr 2025. Mittlere Wohnlage, in Klammern die Zahl der Verkäufe. Münster und Dortmund weisen diese Klasse nicht aus.
Der Vergleich nutzt bewusst nur eine Baujahresklasse. Die amtlichen Daten liegen nach Baujahr und mittlerer Wohnlage vor, ein Gesamtdurchschnitt je Stadt fehlt meist. So bleiben die Werte vergleichbar, sie zeigen aber nicht das gesamte Preisniveau einer Stadt. Bei wenigen Verkäufen, etwa in Remscheid oder Mülheim an der Ruhr, ist der Wert nur eine grobe Orientierung.
An der Spitze stehen die Rheinstädte Düsseldorf, Köln und Bonn. Das Ruhrgebiet und das Bergische Städtedreieck liegen meist bei rund 1.800 bis 2.400 €. Münster und Dortmund weisen ihre Weiterverkäufe nur zusammengefasst aus und fehlen deshalb in der Grafik: In Münster kosteten gebrauchte Wohnungen 2025 im Schnitt 3.980 € pro Quadratmeter (845 Verkäufe), in Dortmund 2.830 € (2.900 Verkäufe). Diese beiden Werte enthalten alle Baujahre und sind nicht direkt mit der Grafik vergleichbar.
Bei Neubauwohnungen in mittlerer Lage führt Düsseldorf mit 7.038 € pro Quadratmeter die Liste des Landesberichts an, gefolgt von Münster (6.615 €), Köln (6.490 €) und Bonn (6.295 €). Danach kommen Gemeinden aus dem Rheinland wie Frechen (5.850 €), Pulheim (5.820 €) und Bergisch Gladbach (5.775 €).
Ausführliche Analysen mit eigener Datenlage finden Sie für Köln, Düsseldorf, Bonn, Münster, Dortmund und Essen.
Preise nach Regionen
Der Landesbericht fasst die Gemeinden zu zehn Regionen zusammen. Die Tabelle zeigt das bereinigte Mittel für Wohnungen in mittleren Lagen. Das Mittel einer Region liegt oft deutlich unter dem Wert ihrer teuersten Stadt, in der Region Köln etwa bei 2.480 € gegenüber 3.360 € in der Stadt Köln.
| Region | Neubau €/m² | Weiterverkauf 1975–1994 €/m² | Weiterverkauf 1950–1974 €/m² |
|---|---|---|---|
| Region Düsseldorf | 5.255 | 3.005 | 2.615 |
| Region Bonn | 5.215 | 2.795 | 2.565 |
| Region Köln | 5.015 | 2.480 | 2.130 |
| Ruhrgebiet | 4.510 | 1.975 | 1.725 |
| Bergisch/Märkische Städteregion | 4.365 | 2.000 | 1.700 |
| Niederrhein | 4.185 | 2.060 | 1.750 |
| Münsterland | 4.115 | 2.135 | 1.885 |
| Ostwestfalen-Lippe | 3.970 | 1.885 | 1.590 |
| Sauer- und Siegerland | 3.760 | 1.590 | 1.370 |
| Eifel/Rur | 3.670 | 1.955 | 1.630 |
Der Abstand zwischen Neubau und Bestand ist überall groß. Selbst im Sauer- und Siegerland kostet eine neue Wohnung mehr als das Doppelte einer gebrauchten aus den Jahren 1975 bis 1994. Das Baualter ist neben der Lage der wichtigste Preisfaktor: Der Landesbericht spricht von einer hohen Korrelation zwischen Preis und Alter.
Entwicklung seit 2006
Preisentwicklung in NRW: Veränderung zum Vorjahr in Prozent
Quelle: Grundstücksmarktbericht NRW 2026, Abbildungen 2-4 und 2-5 (Berichtsjahr 2025, dl-de/zero-2-0).
Bis 2009 sanken die Preise in NRW leicht, danach begann ein Aufschwung, der bis 2022 anhielt. Am stärksten fiel er 2021 aus: Wohnungen wurden 13 % teurer, Häuser 14 %. 2023 folgte mit steigenden Bauzinsen der Rückgang um 7 % bei Wohnungen und 8 % bei Häusern. Wohnungen erholten sich schneller, Häuser verloren 2024 noch einmal 1 %.
Stadt und Land entwickelten sich 2025 unterschiedlich. In den Kreisen stiegen die Wohnungspreise um durchschnittlich 8 %, in den kreisfreien Städten um 5 %. Bei Häusern lag der Anstieg in den kreisfreien Städten bei 4 % und in den Kreisen bei 3 %. Der Landesbericht weist darauf hin, dass die Teilmärkte auf unterschiedlich vielen Meldungen beruhen und nicht gemittelt werden dürfen.
Bauland
Die höchsten gebietstypischen Bodenrichtwerte für Eigenheimgrundstücke in mittleren Lagen meldet Düsseldorf mit 1.100 € pro Quadratmeter. Dahinter folgen Köln (840 €), Münster (760 €), Ratingen (725 €), Neuss (680 €) und Bergisch Gladbach (660 €). In ländlichen Teilen der Eifel, des Sauer- und Siegerlands oder Ostwestfalen-Lippes gibt es erschlossenes Bauland in mittleren Lagen für unter 50 €.
Unabhängig von der Lage sind die höchsten gemeldeten gebietstypischen Werte noch deutlich höher: 2.210 € in Köln, 1.900 € in Düsseldorf und 1.190 € in Münster. Zum Vergleich: 2010 war der höchste gemeldete Wert im Land 810 € in Köln.
Kaufnebenkosten und Mietrecht
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 % und gehört damit zu den höchsten Sätzen in Deutschland. Sie gilt für alle seit dem 1. Januar 2015 beurkundeten Kaufverträge. Bei 300.000 € Kaufpreis sind das 19.500 €, dazu kommen Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler. Die einzelnen Posten erklärt der Ratgeber Kaufnebenkosten berechnen, den Betrag für Ihren Kauf ermittelt der Kaufnebenkostenrechner.
Für Vermieter ist die Mieterschutzverordnung NRW wichtig. Sie gilt in 57 Kommunen, darunter Köln, Düsseldorf, Bonn, Münster, Dortmund, Aachen und Bielefeld. Die Mietpreisbremse gilt dort bis zum 31. Dezember 2029. Die Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren und die Kündigungssperrfrist von acht Jahren nach einer Umwandlung gelten bis zum 28. Februar 2030.
So lesen Sie die Zahlen
Die Auswertungen der Gutachterausschüsse beruhen auf tatsächlichen Kaufverträgen und nicht auf Angebotspreisen. Die Preisniveaus je Stadt und Region gelten für einen klar umrissenen Ausschnitt: Wohnungen mit 60 bis 100 m² in Gebäuden mit 4 bis 16 Einheiten, in mittleren Lagen und im altersüblichen Zustand. Gute Lagen und modernisierte Wohnungen liegen darüber. In den Stadtberichten stehen deshalb oft andere Werte als hier, etwa Mittelwerte über alle Verkäufe. Beide sind richtig, sie messen nur etwas anderes.
Die Fallzahlen schwanken von Jahr zu Jahr und zwischen den Städten. Für Ihre eigene Immobilie zählen Lage, Zustand, Baujahr und Energieeffizienz stärker als jeder Durchschnitt. Länderübergreifend lassen sich die Werte nur eingeschränkt vergleichen, etwa mit unserer Übersicht für Baden-Württemberg, weil die Gutachterausschüsse dort anders auswerten.
Quellen
- Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen: Grundstücksmarktbericht NRW 2026, Berichtsjahr 2025 (01.01.–31.12.2025), September 2026
- Grundstücksmarktdaten NRW: Open Data BORIS-NRW, Datei we.csv, Berichtsjahr 2025 (Städtewerte)
- Land NRW: Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer, Finanzverwaltung NRW zur Grunderwerbsteuer, Mieterschutzverordnung NRW vom 28.01.2025, geändert am 28.10.2025
Alle Marktdaten stehen unter der Lizenz dl-de/zero-2-0 (Datenlizenz Deutschland Zero 2.0).
Häufige Fragen
Wo sind Wohnungen in Nordrhein-Westfalen am teuersten?
In Düsseldorf. Gebrauchte Wohnungen mit Baujahr 1975 bis 1994 kosteten dort in mittlerer Lage 3.751 € pro Quadratmeter, Neubauwohnungen 7.038 €. Dahinter folgen Köln und Bonn, bei Neubauten auch Münster.
Sind die Immobilienpreise in NRW gestiegen?
Ja. 2025 stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Schnitt um 7 %, für Ein- und Zweifamilienhäuser um 3 %, für Bauland für Eigenheime um 2 %. 2023 waren Wohnungen um 7 % und Häuser um 8 % gefallen.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in NRW?
6,5 % des Kaufpreises. Der Satz gilt für Kaufverträge, die seit dem 1. Januar 2015 beurkundet wurden.
Wo gilt in NRW die Mietpreisbremse?
In 57 Kommunen, die in der Mieterschutzverordnung NRW festgelegt sind, darunter Köln, Düsseldorf, Bonn, Münster und Dortmund. Sie gilt bis zum 31. Dezember 2029.
Warum gibt es keinen Durchschnittspreis je Stadt?
Die Landesdaten gliedern die Verkäufe nach Baujahresklassen. Ein Gesamtwert fehlt für viele Städte, unter anderem für Köln und Düsseldorf. Einen eigenen Mittelwert daraus zu bilden wäre nicht amtlich, deshalb vergleichen wir eine einzelne Klasse.
Woher stammen die Daten?
Aus dem Grundstücksmarktbericht NRW 2026 des Oberen Gutachterausschusses und den Grundstücksmarktdaten auf BORIS-NRW, beide unter der Lizenz dl-de/zero-2-0.
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