Individueller Sanierungsfahrplan
Auch: iSFP, Sanierungsfahrplan
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein geförderter Plan aus der Energieberatung, der zeigt, mit welchen Maßnahmen in welcher Reihenfolge ein Gebäude schrittweise saniert werden kann.
Der iSFP ist ein standardisiertes Dokument, das eine Energieeffizienz-Expertin oder ein -Experte im Rahmen der geförderten Energieberatung erstellt. Er übersetzt die technische Analyse in einen verständlichen Fahrplan.
Inhalt
- Bestandsaufnahme von Gebäudehülle und Anlagentechnik
- aufeinander abgestimmte Maßnahmenpakete mit Reihenfolge
- grobe Kosten und erwartete Einsparungen je Schritt
- Hinweise auf passende Förderprogramme
Der Förderhebel
Bei BAFA-Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle verdoppelt der iSFP die förderfähigen Höchstbeträge: beim Einfamilienhaus von 30.000 € auf 60.000 €. Unter Bedingungen kommt ein Bonus von fünf Prozentpunkten hinzu. Seit der Reform im Juli 2026 gilt er beim Einfamilienhaus erst für den Kostenanteil über 30.000 €.
Rechenbeispiel
Dach- und Fassadendämmung kosten zusammen 50.000 €. Ohne iSFP sind 30.000 € förderfähig, der Zuschuss beträgt 4.500 €. Mit iSFP sind alle 50.000 € förderfähig: 15 Prozent ergeben 7.500 €, dazu fünf Prozent auf die 20.000 € oberhalb von 30.000 €, also weitere 1.000 €. Insgesamt sind das 8.500 €.
Praxistipp: Sie müssen nicht alle Schritte umsetzen. Der Plan ist eine Empfehlung. Mehr dazu unter Energieberatung und Sanierungsfahrplan.
Verwandte Begriffe
Eine Energieberatung analysiert ein Gebäude energetisch und zeigt, mit welchen Maßnahmen sich Energiebedarf und Kosten senken lassen. Für Wohngebäude fördert das BAFA sie mit 50 Prozent des Honorars.
BAFA-Einzelmaßnahmen sind Zuschüsse aus der BEG für einzelne Sanierungsschritte wie Dämmung, Fenstertausch, Lüftung oder Heizungsoptimierung. Der Fördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten.
Energieeffizienz-Experten sind Fachleute, die in der Expertenliste des Bundes eingetragen sind. Nur sie dürfen geförderte Energieberatungen durchführen und viele Förderanträge bestätigen.
Ein Effizienzhaus ist ein Förderstandard für energieeffiziente Gebäude. Die Zahl, etwa 55, gibt an, wie viel Prozent der Primärenergie eines vergleichbaren Referenzgebäudes das Haus benötigt.