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Mietkauf

Auch: Mietkaufmodell

Beim Mietkauf mietet man eine Immobilie zunächst und kauft sie später; ein Teil der gezahlten Miete wird auf den Kaufpreis angerechnet.

Der Mietkauf richtet sich an Interessenten, die noch nicht genug Eigenkapital haben oder erst später finanzieren können. Mieter und Eigentümer vereinbaren, dass die Immobilie nach einer festen Zeit oder zu einem bestimmten Zeitpunkt in das Eigentum des Mieters übergeht.

Typische Regelungen

  • Die monatliche Zahlung liegt meist über einer normalen Miete, weil ein Teil davon als Anzahlung gilt.
  • Kaufpreis und Anrechnung werden zu Beginn festgelegt.
  • Enthält der Vertrag eine Kaufverpflichtung oder ein festes Kaufangebot, muss er notariell beurkundet werden.

Chancen und Risiken

Vorteil ist der frühe Einzug ohne hohe Anzahlung. Riskant ist der Abbruch: Wer später nicht kauft oder die Raten nicht mehr zahlen kann, verliert je nach Vertrag die angesparten Anteile. Der Kaufpreis wird meist zu Beginn festgeschrieben, steigt der Markt nicht, zahlen Sie unter Umständen mehr als nötig.

Praxistipp: Vergleichen Sie die Gesamtkosten mit einer klassischen Baufinanzierung – unser Rechner Kaufen oder mieten hilft beim Überblick.

Verwandte Begriffe

  • Kaufvertrag

    Der Immobilienkaufvertrag regelt den Verkauf eines Grundstücks, Hauses oder einer Wohnung. Er ist nur wirksam, wenn ein Notar ihn beurkundet.

  • Notar

    Ein Notar ist ein unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes. Beim Immobilienkauf beurkundet er den Kaufvertrag und sorgt für die korrekte Umschreibung im Grundbuch.

  • Baufinanzierung

    Die Baufinanzierung ist ein langfristiger Kredit für den Kauf, Bau oder die Modernisierung einer Immobilie. Abgesichert wird sie meist über eine Grundschuld im Grundbuch.

  • Eigenkapital

    Eigenkapital sind die eigenen Mittel, die Sie in eine Immobilienfinanzierung einbringen, etwa Erspartes, Wertpapiere oder ein schuldenfreies Grundstück. Es senkt Kreditbedarf und Zinsen.

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