Photovoltaik
Auch: PV, PV-Anlage, Solaranlage, Solarstrom
Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Solarmodulen. Auf Wohngebäuden dient sie vor allem der Eigenversorgung, Überschüsse werden ins Netz eingespeist.
Eine PV-Anlage besteht aus Solarmodulen, einem Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, und oft einem Stromspeicher. Die Leistung wird in Kilowattpeak (kWp) angegeben, also der Spitzenleistung unter Normbedingungen.
Wirtschaftlichkeit
Am meisten lohnt sich selbst verbrauchter Strom, weil er teuren Netzstrom ersetzt. Für eingespeisten Strom gibt es die Einspeisevergütung. Wer eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto betreibt, kann den Eigenverbrauch deutlich steigern.
Förderung und Steuern
- Nullsteuersatz: keine Umsatzsteuer auf Kauf und Installation bei Anlagen auf oder nahe Wohngebäuden
- KfW 270: Förderkredit für bis zu 100 Prozent der Investitionskosten
- Einen bundesweiten Zuschuss gibt es nicht, einige Länder und Kommunen haben eigene Programme.
Ausblick
Eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist im parlamentarischen Verfahren. Diskutiert wird, die feste Vergütung für neue kleine Anlagen zu ersetzen.
Praxistipp: Lassen Sie Dachzustand und Statik vor der Installation prüfen. Steht eine Dachsanierung an, sollte sie vorher erfolgen. Mehr zu Vergütung und Kredit unter Photovoltaik.
Verwandte Begriffe
Die Einspeisevergütung ist der gesetzlich festgelegte Betrag, den Betreiber einer Photovoltaikanlage für Strom erhalten, den sie ins öffentliche Netz einspeisen. Sie gilt 20 Jahre ab Inbetriebnahme.
Nullsteuersatz für Photovoltaik
Der Nullsteuersatz bedeutet, dass auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen samt Speicher auf oder nahe Wohngebäuden keine Umsatzsteuer anfällt. Er gilt seit 2023.
Ein Stromspeicher ist eine Batterie, meist auf Lithium-Basis, die tagsüber erzeugten Solarstrom zwischenspeichert, damit er abends und nachts im Haushalt genutzt werden kann.
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine, steckerfertige Solaranlage mit einem oder wenigen Modulen, die über eine Steckdose Strom ins Hausnetz einspeist und so den Netzbezug senkt.
Solarthermie nutzt Sonnenkollektoren, um Wärme für Warmwasser und gegebenenfalls zur Heizungsunterstützung zu gewinnen. Anders als Photovoltaik erzeugt sie keinen Strom, sondern Wärme.