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Grundschuld

Auch: Sicherungsgrundschuld, Buchgrundschuld

Die Grundschuld ist ein Pfandrecht an einem Grundstück, das im Grundbuch eingetragen wird. Sie dient der Bank als Sicherheit für ein Darlehen.

Fast jede Baufinanzierung in Deutschland wird über eine Grundschuld abgesichert. Sie wird in Abteilung III des Grundbuchs eingetragen. Zahlen Sie den Kredit nicht zurück, kann die Bank die Zwangsversteigerung der Immobilie betreiben.

Anders als die Hypothek ist die Grundschuld nicht fest an eine bestimmte Forderung gebunden. Die Verbindung zum Kredit entsteht über einen separaten Sicherungsvertrag. Das macht sie flexibel. Nach der Tilgung bleibt die Grundschuld bestehen und kann für neue Kredite genutzt werden, etwa für eine Modernisierung.

Ablauf beim Kauf

  • Die Bank schickt dem Notar die Grundschuldbestellung.
  • Sie unterschreiben beim Notar, häufig im selben Termin wie den Kaufvertrag.
  • Das Grundbuchamt trägt die Grundschuld ein.
  • Erst danach zahlt die Bank das Darlehen aus.

Damit die Bank schon vor der Eigentumsumschreibung auszahlen kann, erteilt der Verkäufer eine Belastungsvollmacht.

Was nach der Tilgung passiert

Sie erhalten von der Bank eine Löschungsbewilligung. Sie können die Grundschuld löschen lassen oder stehen lassen. Die Löschung kostet Notar- und Grundbuchgebühren. Bleibt sie stehen, sparen Sie diese Kosten bei einer späteren neuen Finanzierung.

Praxistipp

Bewahren Sie die Löschungsbewilligung sorgfältig auf. Ein Käufer wird bei einem späteren Verkauf in der Regel ein lastenfreies Grundbuch erwarten.

Verwandte Begriffe

  • Hypothek

    Die Hypothek ist ein im Grundbuch eingetragenes Pfandrecht, das fest an eine bestimmte Darlehensforderung gekoppelt ist. Mit der Tilgung sinkt auch die Hypothek.

  • Grundbuchkosten

    Grundbuchkosten sind Gebühren des Grundbuchamts für Eintragungen wie Eigentumswechsel, Auflassungsvormerkung und Grundschuld. Sie betragen meist rund 0,5 Prozent des Kaufpreises.

  • Notarkosten

    Notarkosten fallen für die Beurkundung des Kaufvertrags und weitere Notartätigkeiten beim Immobilienkauf an. Sie liegen meist bei rund 1,5 Prozent des Kaufpreises.

  • Baufinanzierung

    Die Baufinanzierung ist ein langfristiger Kredit für den Kauf, Bau oder die Modernisierung einer Immobilie. Abgesichert wird sie meist über eine Grundschuld im Grundbuch.

  • Grundbuch

    Das Grundbuch ist ein öffentliches Register beim Amtsgericht. Es zeigt, wem ein Grundstück gehört und welche Rechte und Belastungen darauf eingetragen sind.

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